Wie alles begann
Ende des Jahres 2015 hat die AG „Junge Geflüchtete“ des Kinder- und Jugendrats NRW auf einem Klausurtag beschlossen, eine Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz ins Leben zu rufen.

Mit unserer Plakatkampagne möchten wir den fremdenfeindlichen und rassistischen Sprüchen entgegenwirken, die wir auf Schulhöfen, in der Stadt und im Internet hören und lesen und ein Zeichen für Toleranz setzen.

20 Kinder- und Jugendgremien unterstützen den Kampagnenstart und wir hoffen, dass die Botschaften in vielen weiteren Kommunen NRWs getragen werden.

Unsere Ziele
Ziel ist es, mit unseren Sprüchen die vielen Jugendlichen zu stärken, von denen wir wissen, dass sie sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz einsetzen.

Als Interessenvertretungen für Kinder und Jugendliche in NRW engagieren wir uns für ein weltoffenes, tolerantes NRW und möchten andere ermutigen, sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen einzusetzen.

Uns ist es wichtig, dass sich die Vielfalt an Menschen, Kulturen und Altersgruppen in NRW weiterentwickeln und in friedlicher Stimmung miteinander leben kann.

Unsere Plakate

Vielfältig, respektvoll, weltoffen: so verstehen wir uns als Mitglieder in Kinder- und Jugendgremien in NRW.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Interessen von uns Kindern und Jugendlichen respektiert und umgesetzt werden, unabhängig welche Herkunft, Hautfarbe oder Weltanschauung wir haben.

Ganz gleich, wie vielfältig der Mensch ist, der einem gegenübersteht und wo er herkommt: Wichtig ist uns, dass jeder Mensch mit Respekt und Würde behandelt wird.

Uns ist wichtig, dass wir Kinder und Jugendlichen uns vor Ort engagieren und Verantwortung übernehmen können. Denn niemandem ist geholfen, wenn weggeschaut wird und über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen gefällt werden.

Wir setzen uns deshalb für eine Stärkung der Mitbestimmungs- und Mitentscheidungsrechte von Kindern und Jugendlichen ein – unabhängig ihres Aufenthaltsstatus, ihres Alters, ihrer Weltanschauung oder ihrer Hautfarbe.

Wir wünschen uns ein toleranteres NRW mit dem Blick auf jeden in diesem Land.

1610 rechtsmotivierte Straftaten, die in Zusammenhang mit der „Unterbringung von Asylbewerbern“ stehen, zählte die Polizei bundesweit in 2015. Berücksichtigt sind dabei alle Straftaten rund um die Flüchtlingsunterbringung, also auch Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Das allein sind doppelt so viele wie im Jahr davor. Darunter sind auch 817 gewaltsame Angriffe auf Asylunterkünfte bundesweit in 2015– das sind etwa viermal so viele wie im Jahr davor.

Mit diesem Plakat möchten wir auf die dramatisch steigende Zahl an rechtsmotivierten Brandstiftungen und Körperverletzungen gegenüber Asylunterbringungen aufmerksam machen.

Auch unsere eigenen Städte waren und sind von solchen Übergriffen betroffen.